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Mittwoch, 11.02.2009

Unsinn Spiegel Online!

Der Spiegel schreibt mal wieder gegen Windkraft. Nachdem es schon eine unsägliche Titelstory über das Thema gab, wird nun nachgelegt. Die Hypothese lautet diesmal: "Das Klima hat nichts davon - neue Windräder oder Solarzellen sparen kein einziges Gramm CO2 ein" Wow! Das nenn ich mal eine Behauptung. Bei der Produktion einer MWh Strom aus Wind und Sonne wird folglich genauso viel CO2 produziert wie bei der Produktion 1 MWh mittels eines Kohle- oder Gaskraftwerkes. Kaum zu glauben! Und wenn man dann den Artikel gelesen hat, dann kommt natürlich die Ernüchterung: Da wird umständlich über mehrere Ecken erklärt, warum Wind kein CO2 spart. Schuld ist die Tatsache, dass Wind den CO2 Handel kaputt machen soll. Zuviel Wind drückt die CO2-Preise und deshalb pusten die Kraftwerke zu viel CO2 in die Luft. Das Problem an dieser Argumentation ist, dass man Windkraftwerken etwas zuschreibt, was man eigentlich der Politik zuschreiben muss. Nicht der Windzubau ist das Problem, sondern das zu lasche CO2 Ziel, dass der Spiegel einfach als gottgegeben sieht. Bei ehrgeizigen CO2 Zielen, die die Klimaerwärmung auf 2° begrenzen würden, wäre die Windförderung überflüssig und Wind könnte im System bestehen bleiben. Folglich ist die Kritik am CO2-Handel zu üben, der eine ineffiziente Förderung von Wind notwendig macht, während Wind (nicht Solar!) eine relativ günstige Möglichkeit ist den Klimawandel zu bekämpfen. Und natürlich: Aufgrund der technisch-naturwissenschaftlichen Gegebenheiten spart Wind CO2 ein. Alles andere ist Boulevardjournalismus.