logoblogg.de • Elektrische Zigarette 

Samstag, 14.02.2009

Trilliarden Boni

Im Moment ist es en vogue Banker für Ihre Boni und Gehälter zu kritisieren. Politiker aller Parteien überschlagen sich in Ihren Reden, wenn es darum geht möglichst heftig zu kritisieren. Den Anfang hat sicherlich Herr Obama gemacht, der Kraft seines Amtes erfreulich emotional sein Unbill geäußert hat. Es stellt sich mir aber auch die Frage, ob Menschen im Allgemeinen gigantische Summen verdienen sollten. Gerade im Finanzbereich fällt es mir schwer geschaffenen Mehrwert zu erkennen: Klar Banken verleihen Geld und verteilen Risiken, aber ist das so wertvoll, dass man deshalb das 20 oder 100fache eines normalen Akademikers verdienen sollte? Theoretisch müsste der Markt das regeln, da es bestimmt auch gute Leute gibt, die für weniger Geld den selben Job machen würden. Das Angebot an ausgebildeten Managern müsste hierfür doch ausreichen. Aber nein: nur ganz wenige haben das drauf (unelastisches Angebot) und die fordern alle so viel Geld? Und die Bankaktionäre zahlen denen diese Gehälter? Was können die Masters of the Universe, was andere nicht können? Hier muss es irgendwelche Eintrittsbarierren geben, welche diesen Markt (Top-Banker) abschotten. Vielleicht ist die Eintrittsbarriere ja die Langeweile - immerhin ist für die meisten Sterblichen das Finanz-Gedöns ja ziemlich langeweilig und die Wenigsten möchten oder können 90h die Woch langeweiliges Zeugs machen. Nichtsdestotrotz sollte das Kartellamt mal einen Blick auf diesen Markt werfen.



Krankheiten Googlen


Da Ärzte einem nicht immer helfen können und man mit alltäglichen Zipperlein häufig alleine gelassen wird, fängt man als besorgter Mensch gerne an seine Symptome im Internet zu suchen. Hüftschmerzen sind dann natürlich immer Arthrose. Bauchschmerzen sind garantiert Krebs etc. pp. Im Forum steht dann: hat bei mir auch so angefangen... Hypochonder werden bei dieser Form der Informationsbereitstellung und laienhaften Diskussion natürlich nervös. Auch der Autor dieser Zeilen hat sich schon häufiger auf die Suche nach Informationen bzgl. diverser Schmerzsymptome gemacht und hat sich des öfteren schon im Rollstuhl gesehen. Da ich wirklich Schmerzen habe und nach Meinung vieler Orthopäden diverse Verformungen (Skoliose, Kyphose, Entenfüsse, X-Beine)und erste Verschleissspuren (beginnende Spondylarthrose, Sehnenentzündungen) habe würde ich mich nicht als Hypochonder bezeichnen. Dennoch ist der Blick ins Netz gefährlich für die Psyche und kann einen runterziehen. Gleichzeitig kann man sich aber Tipps holen, wie man seine Probleme besser in den Griff bekommt. Ein Dilemma ist das. Besser einmal gute seriöse Informationen einholen und danach sich auf Therapie statt Panikmache konzentrieren. Zwischendrin findet man aber auch immer wieder Amüsantes, etwa Quacksalber die mit ominösen Produkten armen Schmerzpatienten das Geld abziehen möchten; dazu später mehr.




Bildquelle hier

Tierra Azul

Das ist der allerbeste DUB-Electronik Sound überhaupt. Vibrasphere sind so geil; das Video ist auch sehr nett gemacht. Skandinavische Kälte und Schönheit in Sound gegossen. Argh! Habe ich gerade so was kitschiges geschrieben? Gott sei Dank liesst ja niemand mein Blog...





Gut finde ich auch San Pedro und das rockigeLandmark. Das erste Album Echo von 2000 ist das beste und leider nicht mehr ganz erreichte. Im Netz sind leider keine Songs verfügbar, also bitte kaufen (oder so).

Mittwoch, 11.02.2009

Unsinn Spiegel Online!

Der Spiegel schreibt mal wieder gegen Windkraft. Nachdem es schon eine unsägliche Titelstory über das Thema gab, wird nun nachgelegt. Die Hypothese lautet diesmal: "Das Klima hat nichts davon - neue Windräder oder Solarzellen sparen kein einziges Gramm CO2 ein" Wow! Das nenn ich mal eine Behauptung. Bei der Produktion einer MWh Strom aus Wind und Sonne wird folglich genauso viel CO2 produziert wie bei der Produktion 1 MWh mittels eines Kohle- oder Gaskraftwerkes. Kaum zu glauben! Und wenn man dann den Artikel gelesen hat, dann kommt natürlich die Ernüchterung: Da wird umständlich über mehrere Ecken erklärt, warum Wind kein CO2 spart. Schuld ist die Tatsache, dass Wind den CO2 Handel kaputt machen soll. Zuviel Wind drückt die CO2-Preise und deshalb pusten die Kraftwerke zu viel CO2 in die Luft. Das Problem an dieser Argumentation ist, dass man Windkraftwerken etwas zuschreibt, was man eigentlich der Politik zuschreiben muss. Nicht der Windzubau ist das Problem, sondern das zu lasche CO2 Ziel, dass der Spiegel einfach als gottgegeben sieht. Bei ehrgeizigen CO2 Zielen, die die Klimaerwärmung auf 2° begrenzen würden, wäre die Windförderung überflüssig und Wind könnte im System bestehen bleiben. Folglich ist die Kritik am CO2-Handel zu üben, der eine ineffiziente Förderung von Wind notwendig macht, während Wind (nicht Solar!) eine relativ günstige Möglichkeit ist den Klimawandel zu bekämpfen. Und natürlich: Aufgrund der technisch-naturwissenschaftlichen Gegebenheiten spart Wind CO2 ein. Alles andere ist Boulevardjournalismus.



Sonntag, 08.02.2009

Black and Scholes

Im Wirtschaftsstudium bekommt man meistens nur sehr oberflächlich Mathematik beigebracht. Herleitungen und Hintergründe werden von Studenten dann auch gerne mal auswendig gelernt. Im Beruf muss man dann eh nur noch grob wissen, wie das alles funktioniert. In vorgefertigten Excelfunktionen kann man dann blitzschnell sein "Wissen" einsetzen um z.B. den Preis einer Option auszurechnen. So kennt jeder Risikomanager und Finanzexperte die berühmte Black und Scholes Formel. Da man die Hintergründe nicht versteht und die Formel auf Vereinfachungen basiert (Normalverteilung)kann es dann schon mal sein, dass die eigene Rechnung, die objektiv richtig sein muss, zu bösen Überraschungen führt. Jeder der das Arbeitsleben kennt weiss, dass große Firmen sparen um Personalkosten zu reduzieren. Im Prinzip heisst das dann, dass unzureichend ausgebildete Spezialisten mit viel zu viel Arbeit belastet werden. die Resultate kann man dann heute jeden Tag in den Nachrichten verfolgen.




P.S. Zur Info: Ich verstehe die Herleitung auch nicht. Ich werde in dem Bereich aber nicht arbeiten, da das unverantwortlich wäre.

Samstag, 07.02.2009

Rollenspiele


Warum spielen Menschen eigentlich Rollenspiele und warum sind diese Menschen zum größten Teil männlich?
Warum ist immer der gleiche Typ Mann - im Allgemeinen als Nerd bezeichnet - an Rollenspielen interessiert?
Auch der Autor dieser Zeilen hat in seiner Teenagerzeit sich mit AD&D, DSA, Shadowrun und Mers herumgeschlagen. Und ich habe bis heute eine gewisse Affinität zu Rollenspielen. Ich glaube, dass es in der Natur eines Nerds liegt, Dinge genau plannen und kontrollieren zu wollen. Das Schöne an Rollenspielen ist, dass man einen konkreten Weg einschlagen kan (Krieger, Magier), dass man Macht gewinnt (Erfahrungspunkte), Gewalt ausüben kann(Monster töten) und nur ein eindeutig kalkulierbares Risiko eingehen muss (Spielleiter sucht passende Gegner). Insgesamt führt das Rollenspiel zu einem Erfolgsgefühl, dass aus einem Hinzugewinn aus Macht und der Möglichkeit zur tief in uns angelegten Gewaltausübung besteht. Ich denke, dass gerade Männer aus genetischen Gründen einen Hang zu diesen Fantasien und Erfolgen haben.
Nichtsdestotrotz muss man auch in einer echten nicht linearen Welt mit komplexen Dingen umgehen lernen. Hier verläuft Machtstreben - zumindest in der aufgeklärten westlichen Welt - nach viel subtiileren und fieseren Methoden. Zudem ist Macht und erst recht Allmacht ein überhaupt nicht erstrebneswertes Ziel; trotzdem ist es in uns angelegt. Rollenspiele können dem Neandertaler in uns helfen, die Allmachtsfantasie zu befriedigen, auch wenn man im echten Leben dann doch nur Buchhalter ist, oder so.






NYT

Orthopäden

Als nicht mehr ganz so junger Erdenbürger mit diversen Defekten, muss man regelmässig zum Arzt. In meinem Fall immer wieder gerne zum Orthopäden.
Da sitzt man nun mit Schmerzen in Rücken und Füssen im Wartezimmer und hält sich für eine ganz arme Sau.
Bei näherer Beobachtung fällt einem dann auf, dass man es eigentlich noch ganz gut getroffen hat: Diverse Omas gehen am Stock, Opas haben grotesk verformte Halswirbelsäulen (Bechterew im Endstadium) und waghalsige Jungsportler haben sich komplexe Trümmerbrüche zugezogen. Wenn man dann nach 2 Stunden warten endlich an der Reihe ist, bekommt man vom Arzt das feedback: alles halb so wild, tragen Sie Einlagen und machen Sie mehr Sport, 2,5 Minuten später fragt man sich, ob das jetzt wirklich die Wartezeit wert war. Sport macht man 3-5 mal pro Woche und Einlagen trägt man schon sein Leben lang. Anstatt wertvolle Ratschläge zu bekommen, hat man Zeit vergeudet und im Wartezimmer vorgeführt bekommen wo die Reise zwangsläufig hingeht. Jedesmal schwöre ich mir nicht mehr zum Orthopäden zu gehen, das zieht mich nur runter. Leider hält dieser Schwur nur so lange bis es wieder mal so richtig weh tut. Und die Storry beginnt von vorne...






Finanzkrise

Die aktuelle Finanzkrise ist ja eigentlich ein trauriger Umstand: Menschen werden arbeitslos, arme Rentner verlieren Ihre Vermögen, die Staatsverschuldung steigt in ungeahnte Höhen, angesehene Wirtschaftskapitäne begehen Selbstmord und keiner weiss wo das noch alles hinführt. Na und? Zwei Gründe machen das Ganze aber erträglich: 1.Ich habe meinen Job noch und alles wird billiger! 2. Alle Bekannten im Finanzbereich, die gedacht haben sie sind oberschlau und können in wenigen Jahren genug Kohle ranschaffen, um sich ab 35 aufs Golf spielen zu verlagern haben Job und viel Geld verloren. Nichts gegen den Kapitalismus per se, aber die Yuppies mit Ihrem perfekten Gebissen, rosa Hemden und Perlenohringen, haben eine Lektion erteilt bekommen. Allein das war mir die Sache wert. Hoffentlich gibts jetzt eine ordentliche Regulierung, die diese Marsmenschen-Phantasterein mit Trilliaren-Boni wieder korrigiert.







Egozentrik

Warum schreibt man ein Blog? Wieso versucht man es nicht mit einem Tagebuch? Nun denn, das ist mein erster Eintrag und ich versuche es herauszufinden. Vielleicht liegt es daran, dass man mit allem und jeden vernetzt sein möchte. Das hört sich aber nach ziemlich hohlem new economy Gesülze an. Vielleicht hält man die eigenen Gedanken für so wichtig, dass man sie der Welt mitteilen möchte. Hm genau! Das ist es. Man möchte der Welt mitteilen, was man für tolle und wichtige Ideen hat. Da ich natürlich nur die allerbesten Ideen habe, ist das bloggen wie für mich geschaffen. Im Prinzip sollte man mir eh die Weltherrschaft antragen; das wäre besser für alle.
Ich werde den Klimawandel stoppen, Krieg und Hunger bekämpfen, alles mit Statuen von mir selbst vollpflastern und Mütter zwingen Ihre Kinder nach mir zu benennen. Als benevolenter Diktator bin ich nun also in der Lage mich über Alles und Nichts auszulassen. Interessiert eh keinen :-)